Herausforderung „Fliegen mit Kind“

Am 13.11. um 9.30 Uhr ging es endlich los, die große Reise zu dritt nach Australien, Melbourne erleben, Tasmanien bereisen und Kathrins Familie in Sydney besuchen.

Wir hatten ein wenig Bedenken, wie Jonathan den langen Flug überstehen würde und wie wir als Eltern seinen Alltag an den 1 1/2 Tagen so normal wie möglich gestalten könnten.
Doch entgegen der Überschrift war Jonathan nicht die Herausforderung. Er war super drauf, schlief viel und hat alles fast ohne Meckern mitgemacht.
Die Probleme beziehen sich eher auf die Unterstützung der Flughäfen in München und Dubai und auch auf Emirates und Qantas, um es uns einfacher zu machen.

Im Vorfeld hatten wir durch viele nervenaufreibende und auch laute Telefonate die Freigepäcksgrenzen von Emirates als die gültigen ermittelt, obwohl wir bei Qantas gebucht hatten und die langen Strecken von Qantas beflogen werden. Dort hätten wir nämlich für Jonathan auch das Babybett und den Maxi Cosi mitnehmen können, auf die wir verzichteten. Gott sei Dank auch deswegen, weil wir kurz vorm Abflug erfuhren, dass wir den deutschen Maxi Cosi gar nicht in Australien nutzen dürfen, da die europäische Norm für Babysitze nicht anerkannt wird. Aber Emirates bestätigte uns zumindest, dass sie bei Familien sehr kulant sind, was Freigepäcksgrenzen betrifft.

Tja Pustekuchen, in München wurde unser Gepäck penibel gewogen, und auch beim Sicherheitscheck und der Passkontrolle mussten wir Treppen steigen und lange Hallways entlang laufen, während Reisenden ohne Kinder diese Wege erspart blieben. Ist nicht so schön, wenn man 9 Kilo unzufriedenes Lebendgewicht mit sich herumträgt.

Im A380 von Emirates von München nach Dubai war aber alles super, man bemühte sich sehr, es gab kleine Geschenke für Jonathan, ein Babypflegeset und Gläschen, und wir konnten unsere mitgebrachten Thermoskannen mit heißem Wasser für seine Fläschchen füllen. Der Flug selbst verging sehr schnell, Jonathan schlief ein bisschen in seinem Babybett und spielte am Boden.

In Dubai am Flughafen hatten wir dann nur ne kurze Zeit zum Umsteigen. Allerdings fanden wir uns schnell zurecht und mussten nicht allzu weit zum nächsten Gate laufen.
Beim Checkin am Gate allerdings die nächste Hürde. Wir sollten das im Transitbereich gekaufte Wasser und auch das in der Thermoskanne ausleeren, was wohl eine Anforderung aus Australien war. Nach langen Verhandlungen und Erklärungen, wofür wir das Wasser benötigen, ließ man es uns aber.

Der Flug von Dubai nach Melbourne mit Qantas war auf 13 1/2 Stunden angesetzt. Jonathan hatte auch hier sein Bettchen und schlief den zweiten Teil des Fluges sogar relativ gut. Wir allerdings nicht, da es durch die Klimaanlage unglaublich kalt war und wir jetzt noch mit der Erkältung kämpfen, die wir uns dort eingefangen hatten bzw. die sich bei mir wieder verschlimmerte.
Die Flugbegleiterinnen waren sehr nett, allerdings mussten wir vieles nachfragen wie z.B. die Erklärung, wie das Babybett funktioniert.
Was wir noch als sehr komisch empfanden, war, dass während des gesamten Fluges die Sonnenblenden an den Fenstern heruntergeklappt bleiben sollten, bis auf Start und Landung. Obwohl wir mindestens 7 Stunden bei strahlendem Sonnenschein über den indischen Ozean flogen. Es fühlte sich ein bisschen wie in einem Sarg an.

Nach unserer Ankunft in Melbourne ging alles andere aber reibungslos. Wir fanden schnell ein Taxi, was uns zu unserem AirBnb brachte, wir wurden in Empfang genommen und konnten nach einer lauwarmen Dusche (immerhin hatte es Dienstag abends um 22.30 Uhr noch 25 Grad) endlich ins Bett, und auch Jonathan schlief trotz total verschobenen Rhythmus relativ schnell ein.


Christoph

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