Ungebetene Gäste

Kaum mit der Fähre in Devonport im Norden von Tasmanien gelandet, konnten wir auch unseren Mietwagen in Empfang nehmen, der uns die kommenden Wochen sicher zu unseren Zwischenstopps bringen wird.

Da es noch früh am Morgen war, entschlossen wir uns, auf dem Weg nach Launceston ein ausgiebiges zweites Frühstück auf einer Himbeer-Farm zu genießen und dort bei einem kleinen Spaziergang die ersten Eindrücke von der Natur Tasmaniens einzufangen.

Weiter ging es nach Launceston, der zweitgrößten Stadt nach Hobart.
Dort hatten wir ein schönes altes Haus angemietet. Direkt am Park ums Eck verkauften Foodtrucks jeden Abend Burger, Burritos und vieles mehr, da ließen wir uns natürlich auch nicht lange bitten.
In den kommenden Tagen genossen wir auch hier die Vorzüge einer größeren Stadt, besuchten aber auch die unglaublich schöne Natur am Cataract Gorge und fuhren die Westseite des Tamar Valleys entlang, DIE Weinregion auf Tasmanien.
Ein Highlight war der Besuch der Seahorse World, in der wir hautnah hunderte Seepferdchen bewundern und anfassen konnten und viele Informationen zu ihrer Zucht bekamen.

Leider brachen wir am kommenden Morgen die Zelte in Launceston ab, da sich jemand ungewollten Zutritt zu unserer Unterkunft verschafft hatte.
Es fehlte zwar nichts, aber wir fühlten uns nicht mehr wohl und entschlossen uns, für die verbleibenden Nächte spontan eine andere Unterkunft weiter westlich zu buchen, ein kleines süßes Apartment auf einer Farm im Nirgendwo.

Die Gastgeber waren wunderbar, ihre beiden Kids zeigten uns die Farm mit all den Hühnern, Hunden, Bienen und Pfauen.
Hier genossen wir die Ruhe, legten einen kurzen Stopp auf einem Weingut ein, wo wir auch sehr guten Wein verkosten und kaufen konnten und besonders ich freute mich über die Wallabies, die in der Dämmerung auf einer nicht weit entfernten Lichtung fraßen und spielten und die ich mit meiner Kamera einfangen konnte.

In der letzten Nacht wollten wir uns dann nach einer erfolgreichen Mückenjagd, die uns die Nacht vorher schon ordentlich zerstochen hatten, gerade hinlegen, als ein großer schwarzer Schatten an der Wand leider unsere „Furcht“ vor einer hautnahen Begegnung mit einem der großen Spinnenarten Australiens wahr werden ließ.
Da saß nämlich eine ziemlich große Huntsman im Türrahmen, mit solch einer Spinne ist in Deutschland nichts vergleichbar. Sie ist zwar nicht giftig, aber verdammt schnell und der Biss soll aber auch ordentlich weh tun und handtellergroße Spinnen nachts im Zimmer zu wissen, war doch genug, um and andere Ende des Zimmers zu flüchten und unsere Gastgeber panisch aus dem Schlaf zu reißen.
Die mussten ein bisschen schmunzeln, begaben sich aber mit Kehrbesen auf Spinnenjagd und machten ihr den Garaus, als sie kurz davor war, unter unseren Koffern zu verschwinden.
Die Nacht war daher sehr unruhig und an Schlaf dann nicht mehr so wirklich zu denken.

Am nächsten Morgen ging es etwas müde dann wieder ans Packen, um nach einem erneuten kurzen Abstecher in Launceston für Einkäufe die Reise an die Ostküste anzutreten, zu den wohl schönsten Stränden Australiens.


Christoph

1 Comment

Fabian

Hey ihr drei, jetzt bin ich endlich mal auf euren Blog gestoßen. Hört sich sehr schön an, was ihr erlebt. Und schöne Bilder! Habt noch viel Spaß und genießt weiter eure Elternzeit. Bei uns ist sie leider wieder vorbei und der Alltag hat uns wieder. Liebe Grüße aus Wellington (quasi nebenan ;)), auch von Samira, Fabian

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