Die (Halb)Inseln der Insel

Nach 10 entspannenden Tagen im Nordosten Tasmaniens legten wir unseren nächsten Stop in Orford ein, einem verschlafenen Nest an der Ostküste.
Aus zwei Gründen:
1. der Unterkunft, einer zu einem Apartment umgebauten Kapelle
2. dem Zugang zu den Nationalparks auf der Freycinet Halbinsel und Maria Island.

Allerdings bestand unser erster Tag vor Ort daraus, den nächstgrößeren Supermarkt aufzusuchen, 50 km entfernt. Und damit wir zusätzlich zum unspektakulären Einkaufserlebnis doch noch etwas anderes zu Gesicht bekommen, entschlossen wir uns für einen Besuch in einem weiteren Wildlife Sanctuary.
Dies gefiel uns auch bedeutend besser, wir konnten erneut Wombats und tasmanische Teufel anschauen und Kängurus füttern, dieses Mal konnte ich aber auch einen Koala streicheln… Die sind kratziger als gedacht :-)

Die nächste große Unternehmung war der Besuch der Freycinet Halbinsel, auf der man wunderbar mehrere Tage wandern kann. Das Highlight ist sicher die Wineglass Bay, einer der wohl schönsten Buchten Australiens. Sicher auch deshalb so oft ausgezeichnet, weil nicht jeder Wald- und Wiesentourist dort aufschlägt, dafür muss man erstmal drei Stunden wandern.
Auch wir entschieden uns aufgrund Kind im Gepäck nur für die Wanderung zum Aussichtspunkt. Zwar teilten wir uns diesen mit unzähligen Touristen und einem Wallaby, aber der Ausblick war atemberaubend.

Ein weiteres Highlight bestand im Besuch von Maria Island, einer geschützten Insel der Ostküste Tasmaniens vorgelagert.
Dort fahren keinerlei Autos, es gibt nur eine kleine Ansammlung von Häusern, um die wenigen Backpacker zu beherbergen, die dort die Nacht verbringen.
Dementsprechend ist die Insel ein großer unberührter Naturpark, auf der man ebenfalls grandios wandern kann und die heimische Flora und Fauna aus nächster Nähe erleben kann.
Wir entschlossen uns für eine Wanderung zu den „Painted Cliffs“, von den Gezeiten geformte und gefärbte Sandsteinklippen, die man nur bei Ebbe erreichen kann. Auf dem Weg dorthin hat man die ganze Zeit das Meer vor sich, und kann wilden Wombats und Kängurus beim Grasen zusehen.

Ansonsten genossen wir unsere Unterkunft sehr, dank Netflix und fantastischem Wein. Unser Gastgeber hatte uns eine Flasche eines lokalen Weinguts als Willkommensgeschenk da gelassen, und wir waren so begeistert, dass wir vor unserer Abfahrt drei weitere Flaschen kaufen mussten. Man kann uns also nicht vorwerfen, wir würden es uns nicht gut gehen lassen. :)

Nach der Woche in Orford brachen wir dann am 15.12. auf, um unsere Zelte in Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens aufzuschlagen. Wir freuen uns auch wieder auf ein wenig „Großstadt“-Feeling. Hier werden wir auch die Weihnachtsfeiertage verbringen. Dies ist unsere letzte Unterkunft auf Tasmanien, bevor es dann am 29.12. wieder zurück aufs Festland geht, genauer gesagt nach Bathurst ca. 2 Stunden entfernt von Sydney in den Blue Mountains, wo Kathrins Papa lebt.


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