Weihnachten? War da was?

Nach unserem Aufenthalt in Orford war unser nächster und letzter Stopp auf Tasmanien in Hobart.
Dort hatten wir ein Hotel-Apartment gemietet, um von dort aus Hobart, die Umgebung und Teile des Südens Tasmaniens kennenzulernen, wofür wir uns auch zwei Wochen Zeit eingeplant hatten.

Alleine Hobart hat so viel zu bieten, obwohl die Innenstadt selbst relativ unspannend ist, mal von den Einkaufs- und Essensmöglichkeiten abgesehen :-)
Der Hafen, die historischen Gebäude, die Brauereien und Distillerien, der wöchentliche Salamanca Market und Farmers Market, das von der europäischen Besiedlung geprägte Stadtviertel Battery Point, die vielen Parks…
Und in Richmond gibt es das ganze als Miniaturversion aus dem 18. Jahrhundert, toll nachgestellt und historisch sehr interessant.

Hobart ist auch deshalb so toll, weil es sehr vorteilhaft gelegen ist, auf der Ostseite die Buchten und Strände, auf der Westseite die Berge mit dem Mount Wellington als dem „Wächter“ Hobarts.
Dort fuhren wir auch direkt am zweiten Tag hinauf, sehr komfortabel das ganze. Man hat eine grandiose Aussicht über ganz Hobart, teilt sich diese aber natürlich auch mit den vielen asiatischen Reisegruppen.

Wir hatten uns so an Höhe gewöhnt, dass wir auch noch einen Ausflug zu einem Forest Airwalk machten. Dort läuft man in luftiger Höhe über Stege in den Bäumen und kann aus der Vogelperspektive den Wald unter sich betrachten.

Ein weiteres Highlight für mich (Jonathan war krank, daher konnten Kathrin und er nicht mitkommen) war eine geführte Tour zur Tasman-Halbinsel im Südosten.
Die Tour war zweigeteilt. Der erste Teil der Tour war eine Bootstour um die Klippen der Halbinsel, mit diversen Höhepunkten: Höhlen, in die wir mit dem Boot hineinfuhren, die spektakulären Klippen und Gesteinsformationen, Delfine, Albatrosse, Seelöwen und eine superlockere Crew.
Der zweite Teil war der Besuch von Port Arthur, das bekannteste Gefängnis aus der Kolonialzeit Australiens, als Tasmanien als Sträflingskolonie für britische Sträflinge diente. Sehr beeindruckend, nur leider viel zu wenig Zeit. Als Entschädigung gab es schwitzende Muskelberge mit viel Körperbehaarung, die ihre akkurat geschliffenen Äxte mit viel Gebrüll immer wieder in dicke Baumstämme schlugen. Ach, diese DSF-Nachmittage mit Lumberjack damals :-)

Weihnachten verbrachten wir völlig unspektakulär bei Nudeln mit Soße im Hotel. Aber für Jonathan (und uns) war der Besuch der Kindermesse in einer sehr schönen Kathedrale toll, weil wir alle zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitlaufen animiert wurden und mal einen völlig anderen Gottesdienst erleben durften.

Die letzten Tage in Hobart waren dann geprägt von der (scheinbar) sehr berühmten Sydney-Hobart-Regatta, einer der wohl schwersten Hochseeregatten. Wir ließen uns ein wenig vom Fieber anstecken, verfolgten den Rennverlauf (es wurde ein neuer Rekord aufgestellt, der vermeintliche Gewinner bekam aber eine Zeitstrafe und wurde somit nur zweiter), besuchten das „Sportlerdorf“ am Hafen mit den vielen Fressbuden und direktem Zugang zu den großen Yachten, und besuchten das gleichzeitig stattfindende Festival „Taste of Tasmania“, wo wir zum Ende der Zeit auf Tasmanien nochmal typisch lokales Essen kosteten, nämlich Burger, Rösti und Flammkuchen. ;-)

Nach dieser wirklich tollen Zeit in Hobart und dem Rest von Tasmanien ging es dann mit dem Flieger zurück aufs Festland nach Sydney, nach Bathurst ca. 3 Stunden entfernt von Sydney.

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