Zurück auf dem Festland

Bathurst – nächster Halt kurz vor Silvester und zurück auf dem Festland. Puh, man kommt gar nicht mehr mit mit den ganzen Ortswechseln.

Wir also mit dem Flieger von Hobart nach Sydney, eine ganz schön wackelige Angelegenheit, und jeder der mich kennt, weiß, ich musste ein wenig fester die Armlehnen umfassen. Kaum angekommen, wurden wir von Kathrins Papa abgeholt, um in weiteren 3 1/2 Stunden in eben diese nette und historisch bedeutende Stadt am Rande der Blue Mountains zu gelangen, dort wo Kathrins Papa wohnt.

Unser Hotel total cool direkt an der Rennstrecke in Bathurst gelegen, dort wo mehrere für Motorsportfans bekannte Tourenwagenrennen stattfinden. Hat schon was, die Strecke auch selbst abfahren zu können.

Silvester verbrachten wir bei der lokalen Party im Park, extra für Familien, Fressbuden, Bands, Luftballons, Leuchtstäbe und Feuerwerk um 21 Uhr. Leider hatten wir uns aufgrund Unwissenheit ein wenig ungünstig hinter einem Baum positioniert, daher hörten wir mehr als wir sahen. Weihnachten in solch warmen Temperaturen hat für mich irgendwie nicht funktioniert, aber Silvester in T-Shirt im Park mit Eis und Pommes kann ich mir öfter vorstellen.

Das Wetter ließ uns über die ganze Zeit nicht im Stich. Der Sonnencremeverbrauch war enorm und vor allem ich musste unter der Hitze ordentlich ächzen. Ein wenig Abhilfe konnten zumindest unsere Ausflüge auf die schönen Grünflächen am Fluss in Bathurst und an den lokalen Badesee schaffen (weniger zum Baden, sondern zum Konsumieren eiskalter Getränke im Café).

Wie schon erwähnt liegt Bathurst am Rande der Blue Mountains. Die sind atemberaubend, die weiten Canyons, die Wälder, die Aussichtspunkte, die einen kilometerweit schauen lassen. Allerdings auch verdammt touristisch, gefühlt wird ganz Sydney da hin gekarrt. Daher war es eher ein Kampf um die besten Aussichten als ein entspannter Ausflug in unberührte Natur.

Den hatten wir jedoch beim Besuch der Abercrombie Caves. Mit ein paar wenigen Lichtern ausgeleuchtet, betritt man eine ganz eigene Welt voller eindrucksvoller, teils grotesker und massiver Gesteinsformationen, zwängt sich durch beängstigende schmale Gänge in sich weit öffnende Hallen (und das mit Jonathan an die Brust gegurtet), und hört spannende Geschichten über die Banditen, die hier Unterschlupf suchten.

Neben einigen entspannten Tagen, in denen Opa und Enkel viel Zeit miteinander verbringen konnten, besuchten wir noch den größten Privatgarten der südlichen Hemisphäre, den sich ein Multimillionär auf viel Grund für noch mehr Geld hat anlegen lassen. Beim Anblick des Anwesens, der riesigen Grünflächen und der Wasserwege zwischen all den perfekt angelegten Gärten kam ein bisschen das Gefühl auf, Teil der Parties von „The Great Gatsby“ zu sein. Allerdings verdarben uns die unzähligen Fliegen ein wenig die Laune, die uns die gesamte Dauer des Besuchs nicht in Ruhe ließen.

Tags darauf ging es dann die 3 Stunden zurück nach Sydney, unsere letzte Woche hier in Australien, meine letzte komplette Urlaubswoche und nochmal ein Highlight zum Ende dieses wunderbaren und für uns alle unvergesslichen Trips. Ein wenig auf zuhause freuen wir uns aber mittlerweile auch :-)

Christoph

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