Zeit zum Entspannen

Den nächsten und vorletzten Stopp legten wir südlich von Oban ein, im südwestlichen Schottland, nahe der „Whisky-Inseln“ :)
Auf dem Weg dorthin bot sich uns endlich die Gelegenheit, durch das Glen Coe zu fahren, eines der wohl malerischsten Glens in Schottland, was auch als Filmkulisse für James Bonds Skyfall genutzt wurde.
In West Barravullin hatten wir ein eigenes Cottage angemietet, sehr nett, mit einem eigenen Ofen und sehr gemütlichen Sofas. Da auch das Wetter nicht wirklich mitspielte, waren wir ganz froh, endlich die Masse an Eindrücken, die wir gesammelt hatten, mal sacken zu lassen, entspannt ein Buch zu lesen, Fernsehen zu schauen und die Seele ein wenig baumeln zu lassen.
Außer einem kleinen Ausflug am zweiten Tag in die nähere Umgebung unternahmen wir daher nichts, und bereiteten uns schon mental ein wenig auf den Abschied vor, denn am nächsten Tag ging es weiter Richtung Edinburgh, zu unserer letzten Unterkunft in Falkirk.

Fairylike Skye

Auf dem Weg Richtung Isle of Skye konnten wir die Vielfalt der Western Highlands bewundern. Es reihten sich Höhlen an Burgen an weite grüne Landschaften. Nicht umsonst wird diese Strecke als auch eine der schönsten Scenic Drives in ganz Schottland angepriesen.
Bei unseren Hosts angekommen, durften wir erneut unglaubliche tolle und gastfreundliche Gasteltern begrüßen, die sich liebevoll um uns kümmerten, und uns ihr Wohnzimmer mit einem phänomenalen Blick über das Wasser großzügig überließen.
Es war ein idealer Ausgangspunkt für den Besuch auf der Isle of Skye, einer der bekanntesten und touristisch attraktivsten Inseln Schottlands. Direkt am Morgen fuhren wir Richtung Fairy Pools, eine Ansammlung von Wasserbecken, die mit Wasserfällen verbunden sind. Leider konnten wir das sonnige Wetter aus den vorherigen Tagen nicht mitnehmen, und uns erwartete typisch schottisches Wetter, eine Mischung aus Sonne, Wolken und Regen, fast im Viertelstundentakt. Nichtsdestotrotz genossen wir den Ausflug, und fuhren dann weiter zum Fairy Glen, einer „magischen“ Gegend voller grüner Hügel, zerfallenen Ruinen, Steinkreisen und jeder Menge Schafe, fast wie in einem Fantasyfilm. Nach einem langen Spaziergang fuhren wir um die Nordküste der Insel, auf dem Weg kamen wir immer wieder an alte zerfallenen Burgen, Wasserfällen und zerklüfteten Bergketten vorbei.
Den zweiten Tag ließen wir ruhiger angehen und besuchten das Eilean Donan Castle, eines der berühmtesten Schottlands, wo schon „Highlander“ gedreht wurde. Einige Spaziergänge in der tollen Landschaft rund um unsere Unterkunft und der tolle Sonnenuntergang bildeten den Abschluss für unseren Abstecher in den Westen. Am kommenden Tag ging es wieder in Richtung Edinburgh, in den Süden Schottlands.

Sonne und Natur pur

Unser dritter Stop war im hohen Norden der Highlands, genauer gesagt in Talmine.
Dort überraschte uns das Wetter mit strahlendem Sonnenschein und wolkenfreiem Himmel, und es blieb auch die kommenden 3 Tage so. Für Schottland waren es die heißesten Tage in den letzten Jahrzehnten, und wir waren sehr glücklich, daran teilhaben zu dürfen :)
Als wir ankamen, genossen wir den phänomenalen Blick aus unserem Schlafzimmer über die gesamte Bucht und konnten abends bei einem kleinen Spaziergang diese Kulisse noch mehr aufsaugen. Am nächsten Tag fuhren wir ein Stück an der Küste entlang, bis wir zum Ausgangspunkt für eine Wanderung zum laut Reiseführer schönsten Strand Schottlands kamen. Es ging 2 Stunden lang in der prallen Sonne über grüne Wiesen und Hügel bis hin zum Strand, den wir außer ein paar anderen Wanderern ganz für uns alleine hatten. Leider hatte ich die Warnung vor Sonnenbrand in den Wind geschlagen, sodass ich ordentlich verbrannt zurückkam und von unserem Gastvater Steve nur noch „Bobby Lobster“ genannt wurde.
Apropos Gastfamilie, die war unglaublich lieb, sehr hilfsbereit und sie rissen sich ein Bein aus, um es uns so schön und komfortabel wie möglich zu machen. Gerade Steve verkünstelte sich jedes Mal beim Frühstück und war immer zu Späßen aufgelegt. Sie werden wir sicher am meisten vermissen, und hoffen natürlich, dort irgendwann nochmal aufzuschlagen.
Auch mit den Midges machten wir an dem Abend zum ersten Mal Bekanntschaft. Sie waren ganz angetan von unserem Ausflug in die umliegenden Hügel, und machten sich sofort über uns her. Daher mussten wir auch schnell wieder den Rückweg antreten.
Den zweiten Tag ließen wir sehr ruhig angehen und verbrachten den Tag mit unseren Gasteltern und deren angereisten Familie, und wir genossen noch ein wenig die Umgebung. Am nächsten Tag verließen wir Steve und Lea leider wieder und starteten früh in Richtung Isle of Skye.

Scotland in a nutshell…

Auf unserem Weg nach Loch Ness legten wir einen kleinen Zwischenstopp ein in Pitlochry, bei der kleinsten Whisky-Destillerie Schottlands, „Edradour“. Bei einer sehr netten, lustigen und kompetenten Führung wurde uns das Whisky-Einmaleins beigebracht, und wir konnten bei allen Produktionsschritten zuschauen. Ebenso spannend waren die Lagerhallen, gerne hätten wir hier uns eins der Fässer mitgenommen, wäre auch nicht aufgefallen :)
Dann ging es weiter zu unserer AirBnb-Unterkunft in den Hügeln nahe Loch Ness, wo wir direkt von den zwei sehr sehr verspielten Hunden unseres Gastgebers empfangen wurden. Er half uns mit allerlei Tipps, einer davon, nicht das berühmte Glen Affric zu besuchen, sondern das nahegelegende und wunderschöne Glen Strathfarrar, in das nur 25 Autos am Tag hineinfahren dürfen.
Das hoben wir uns für den 2. Tag auf, am 1. Tag ging es in Richtung Inverness zum Culloden Battlefield und den Clava Cairns. Culloden war Schauplatz der letzten Schlacht zwischen den aufständischen Jakobiten und den englischen Regierungstruppen 1745, die England gewinnen und somit den Aufstand niederschlagen konnte. Die Clava Cairns sind Steinkreise (von denen gibt es in Schottland hunderte), die mehrere tausend Jahre alt sind und künstlich angelegt wurden, als Zeremonie- und Grabstätten. Wer die Serie „Outlander“ kennt, diese Steinkreise bei Inverness gelten als Inspiration für die in der Serie :)
Nessie statteten wir natürlich auch einen Besuch ab. Es gibt ein eigenes Museum dazu, welches die Mythen rund um Loch Ness beschreibt, das Phänomen näher beleuchtet und erklärt, was dran ist am Ungeheuer von Loch Ness.
Am 2. Tag fuhren wir wie schon erwähnt in das Glen Strathfarrar, und bewunderten die tolle Natur, die wir neben 2 anderen Autos ganz für uns hatten, und fuhren zum Abschluss noch einmal halb um Loch Ness herum, um die tollen Aussichten auf die Bergketten und das Loch zu genießen.
Am 15.08. ging es dann weiter in Richtung Norden, um zu unserem nächsten Stopp an der Küste der nördlichen Highlands zu kommen.

Beeindruckend verregnet

Die Vorfreude auf Schottland stieg in den letzten Wochen vor der Abreise enorm an. Und am 09.08. hatten wir es dann geschafft, die letzten Kinder wohlbehalten den Eltern übergeben, die letzte Code-Zeile programmiert, Koffer gepackt, Unterlagen ausgedruckt und gefühlte 100x geprüft, ob alles dabei ist, und dann ging es zum Flughafen. Mit einem geplanten Zwischenstopp in Amsterdam (Wahnsinn, was das im Preis ausmacht, nicht direkt zu fliegen), landeten wir abends in Edinburgh, fuhren in die Stadt und wurden von unseren wunderbaren AirBnb-Hosts willkommen geheißen.
Am nächsten Morgen ging es dann voller Vorfreude ab auf die Straße, hinein ins Festival-Getümmel (Edinburgh ist im August Festival-Hochburg), und auch hinein in den schottischen Regen, der uns leider in den 2 1/2 Tagen dort auch nicht wirklich wieder verließ.
Trotzdem genossen wir Edinburgh, die tolle alte Innenstadt zwischen Royal Mile und George Street, die Aussicht von Calton Hill, das Edinburgh Castle und auch all den Trubel, den das Fringe Festival mit sich brachte. Abends hatten wir dann Karten für das Military Tattoo, eine Militär-Parade vor der Kulisse der beeindruckenden Burg, bei dem viele Marching und Military Bands aus aller Welt auftreten. Die Burg wurde dabei angestrahlt und auch Bewegtbilder, passend zu der jeweiligen Vorführung, an die Burgmauern geworfen (Neuseeland brachte natürlich Herr der Ringe mit :)). Am zweiten Abend nahmen wir an einer Führung teil, die uns in die Stadt unter der Stadt brachte. Im 17. Jahrhundert war Edinburgh so übervölkert, sodass man auf die damaligen Häuser anbaute, sodass viele alte Gebäude dort unten noch vorhanden sind. Speziell für das Festival gab es eine Geistertour, die wir uns nicht nehmen lassen wollten, und die auch sehr spannend war, vor allem, weil Leihenschauspieler immer wieder hinter den alten Mauern auftauchten und uns einen gehörigen Schrecken einjagten.
Mit diesen vielen Eindrücken ging es dann am 12.08. morgens zum Flughafen, um uns unseren Mietwagen abzuholen und die Fahrt Richtung Loch Ness anzutreten.

Fàilte gu Alba.

Dieses Jahr haben wir uns für Schottland entschieden, und haben bei der Reiseplanung mal das Pferd von hinten aufgesattelt ;)
Erst haben wir uns bei AirBnB die Locations herausgesucht, die wir extrem interessant und schnuckelig fanden, und somit unsere Reiseroute festgelegt.
Starten werden wir in Edinburgh, dann geht es in Richtung Highlands, wo wir auf gutes Wetter (haha!), viele Wanderungen, abgelegene Burgen und leckeren Whisky hoffen.
Der zweite Teil der Reise bringt uns auf die Isle of Skye, von wo wir dann am Ende wieder Richtung Edinburgh aufbrechen.

Das ist die Tour:

Letzter Stopp Bergen

Unsere letzte Station war Bergen, und nach sieben Tagen in der Natur freuten wir uns auch ein wenig auf „Großstadt“-Komfort. Für die Fahrt dorthin hatten wir uns für die Fähre entschieden, und die Überfahrt war beeindruckend, durch den gesamten Sognefjord bei schönem aber kaltem Wetter.
Die ersten Eindrücke Bergens waren toll, eine kleine Großstadt, die mit ihren alten Häusern in allen erdenklichen Pastelltönen, dem Kopfsteinpflaster, dem Hafen und den Bergen drum herum ihren ganz eigenen Charme und eine interessante und liebenswerte Atmosphäre besitzt.
Über Bergen sagt man leider, dass es die regenreichste Großstadt Europas ist, jedoch hatten wir 1 1/2 Tage sehr viel Glück und konnten in dieser Zeit alles anschauen, um einen guten Eindruck zu gewinnen. Am letzten Tag erwischte uns dann der Regen, so blieb außer einem Aquariumbesuch und einem leckeren Abendessen mit Fisch vom Fischmarkt nicht viel mehr…

Norwegens beeindruckende Natur

Nach Oslo ging es weiter zum Sognefjord, Norwegens längster Fjord.
Nach einer 6-stündigen Busfahrt erwartete uns eine wahrhaft traumhafte Wohnung in einem Bootshaus direkt am Wasser.
Diesen tollen und idealen Ausgangspunkt nutzten wir dann für einige Ausflüge ins Umland. Spontan mieteten wir uns doch ein Auto, da die Busverbindungen dort und gerade in den Ferien extrem schlecht waren und wir ohne Auto kaum das alles hätten sehen können, was wir uns vorgenommen hatten.
So aber hatten wir die Möglichkeit, nach Oslo diesmal Norwegens wundervolle Natur kennenzulernen mit ihren Bergen, Gletschern, Fjorden, Wasserfällen, alten Kirchen und kleinen Fischerdörfern.
Glücklicherweise blieb das sonnige Wetter unser ständiger Begleiter :)

Von Oslo verwöhnt…

Am 30.07. startete unser Norwegen-Trip, mit dem ersten Zwischenstopp in Oslo.
Traumhaftes Sommerwetter erwartete uns, womit wir gar nicht gerechnet hatten.
Wir ließen uns nicht lange bitten und starteten die Sightseeing-Tour in Grunerlokka, im trendigen Szeneviertel Oslos, wo wir auch über AirBnb eine sehr nette, sehr geschmackvolle und sehr mädchenhafte Wohnung angemietet hatten :)
In allen 4 Tagen war der Wettergott auf unserer Seite, und so konnten wir jeden Tag Parks, Promenaden, Museen, Strände, Paläste und weitere Sehenswürdigkeiten besichtigen, die zusammen mit der Vielfalt der kleinen Cafés und Restaurants Oslo zu einer wahrhaft empfehlenswerten Stadt mit einer tollen und angenehmen Atmosphäre machen.
Danach ging es weiter zum Sognefjord, aber genießt erstmal die Bilder aus Oslo.

Norwegen, wir kommen

Mit meinem guten Freund Jens geht’s in knapp einer Woche für 2 Wochen nach Norwegen.
Wir freuen uns schon, und wollen eine gute Mischung zwischen Aktivurlaub und Entspannung finden :)

Das ist die Tour: